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Fotos: Leopold Salcher

Am 6. April 2026 war es wieder soweit – wir durften unser Können beim traditionellen Frühjahrskonzert am Ostermontag unter Beweis stellen. Es freute uns sehr, dass wir wieder so viele Gäste im Rathaussaal in Hermagor begrüßen konnten, unter ihnen auch einige Ehrengäste seitens der Politik und Musik.

Unser Kapellmeister Klausi Astner eröffnete mit der Fascination Fanfare von Otto M Schwarz das diesjährige Frühlingskonzert. Das Stück ist eine Hymne an die Leidenschaft, die Faszination und die Generationen von Musikliebhabern. Unsere Leidenschaft zur Musik konnten wir mit unserem Konzert hoffentlich übermitteln und die Faszination darüber, dass so viele Gäste unserer Einladung gefolgt sind, war groß. Die Generationen von Musikliebhabern waren sowohl in unseren, als auch in den Zuschauerreihen nicht zu übersehen. Nach der Begrüßung durch unsere Obfrau wurde das Mikrofon dann sogleich an die Sprecherin des Abends, Vera Eder übergeben. Vera ist Lehrerin an der Musikmittelschule Kötschach-Mauthen, frischgebackene Kapellmeisterin der Trachtenkapelle Reißkofel Reisach und Vollblutmusikerin und führte so gekonnt und kurzweilig durchs Programm.

Mit dem Stück In the Air von Gerald Oswald konnten wir unser Publikum auf vielfältige Weise begeistern. Die schwebende, atmosphärische Grundstimmung ist für dieses Stück charakteristisch und so konnten wir die klangliche Bandbreite wie auch unser feines Zusammenspiel unter Beweis stellen. Unsere Ausführung dieses Stückes wurde ein paar Tage später auch durch eine kritische Jury beim Wertungsspiel genau unter die Lupe genommen.

Nach dem Konzertmarsch Adelsried Eintausend von Kurt Pascher, der anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten zum "eintausendjährigen Jubiläum" seines Wohnortes und der Heimatgemeinde Adelsried komponiert wurde, gab es kleinere Umbauarbeiten auf der Bühne, da nun kurzzeitig für die jüngere Generation Platz gemacht wurde.

SAL 1780Unter der Leitung von Kapellmeister- und Obmanstellvertreter Nicki Leitner nahmen nun nämlich die Musikerinnen und Musiker des Jugendorchesters „The Growing Wulfis“ Aufstellung. Eindrucksvoll präsentierten die jungen Talente aus Tröpolach und Mitschig A Million Dreams, von Benj Pasek/Justin Paul und How To Train your Dragon, von John Powell. Zweiteres war wohl vielen durch den Film „Drachen zähmen leicht gemacht“ bekannt. Eine großartige Leistung und somit herzliche Gratulation dem Jugendorchester und unserem Nicki zu diesem Auftritt.

SAL 1790Anschließend folgte ein besonderer Augenblick dieses Abends, denn mit großer Freude konnten unsere Jugendreferenten Elias Wassertheuer und Christina Guggenberger zwei neue Mitglieder offiziell in unsere Kapelle aufnehmen. Marco Katzer unterstützt ab jetzt das Trompetenregister und ist derzeit mit 12 Jahren auch der jüngste Musiker der TK Wulfenia. Samuel Martin-Jancar hat sich für das Saxofon entschieden und so wird dieses Register durch ihn klanglich verstärkt. Es ist uns wirklich eine große Freude, dass sie nun ein Teil unserer Kapelle und unserer Gemeinschaft sind und wier hoffen, dass sie viele schöne Erlebnisse in unserem Verein haben werden.

Nach der Aufnahme unserer Jungmusiker ging es mit dem Stück The Jungle Book von den Komponisten Robert und Richard Sherman weiter. Dirigiert von Nicki Leitner konnten wir viele bekannte Melodien aus dem gleichnamigen Film zum Besten geben und mit dem dazu passenden Videosequenzen, die unser Manfred wie immer perfekt vorbereitet, war es für das Publikum ein Ohren- und Augenschmaus.

In ein ganz anders Musikgenre gehört der Konzertmarsch Marcia Gloriosa von Michael Geisler, der mit seiner wunderschönen Klangsprache ein Gefühl von Feierlichkeit und Stolz vermittelt. Dirigiert wurde dieser Marsch von unserem Kapellmeister Klausi Astner.

Sehr stolz und froh sind wir, dass wir bei unserem Frühlingskonzert immer wieder die Ehre haben mit unserem Musikschuldirektor Gerald Waldner einige Stücke spielen zu können. Nach In the Air, war es dieses Jahr auch Das Mädchen mit dem Flachshaar, von Claude Debussy. Ein sehr emotionales und ruhiges Stück, das unser Solist Nicki eindrucksvoll interpretierte.   

Weiter im Programm ging es mit Caledonia, das auch unser Selbstwahlstück bei der Konzertwertung war. Oliver Waespi hat hier drei schottische Volkslieder zu einer rhapsodischen Suite verarbeitet. Der erste, scherzhafte Teil beschreibt den Teufel, der durch die Straßen fegt und sein Unwesen treibt und den Steuereintreiber mitnimmt. Darauf folgt ein sehr ruhiges, melancholisches Liebeslied, das Gerald immer wieder sehr passend, mit Rosamunde Pilcher Filmen verglichen hat. Der letzte Teil basiert auf dem berühmten Lied „Hey, tuttie tattie“, das die schottische Geschichte beschreibt. Untermalt von wunderschönen Bildern der schottischen Landschaft, war dieses Stück eines der Höhepunkte unseres Konzertabends.

Mit der Anna Polka ging es mit unterhaltsamer und lockerer Blasmusik weiter. Nach den offiziellen Schlussworten durch unsere Sprecherin Vera Eder und unserer Obfrau, verabschiedeten wir uns musikalisch von unserem großartigen Publikum mit dem Stück 80er Kult(tour), dirigiert von Klausi Astner. Bei dieser musikalischen Hommage an eines der prägendsten Jahrzehnte der Popgeschichte, hat der Arrangeur Thiemo Kraas viele bekannte Melodien zu einem Medley zusammengefügt. Hier wurden wohl bei einigen unserer ZuschauerInnen Erinnerungen wach und die meisten der Melodien bestimmt wiedererkannt.

Wir durften viel Applaus ernten und so war es für uns natürlich selbstverständlich, dass wir noch eine Zugabe zum Besten gaben. Bugler’s Holiday von Leroy Anderson ist ein prägnantes und freches Stück, dass unsere drei Trompeter Markus, Nicki und Klausi noch einmal forderte. Aber sie meisterten dieses Solostück natürlich bravourös und so konnten wir, zufrieden mit unserer Leistung und voll mit positiven musikalischen Eindrücken, die Bühne verlassen.

Anschließend wurde im Foyer noch das eine oder andere (Fach)Gespräch geführt und auf das diesjährige Frühlingskonzert angestoßen. Somit möchten wir uns von ganzem Herzen bei unseren drei Kapellmeistern für ihre Geduld, ihr Engagement und die Probenarbeit bedanken und wir alle freuen uns jetzt schon auf das Frühlingskonzert am Ostermontag im Jahr 2027.

Growing Wulfis