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Bei Grodeck PDF Drucken E-Mail

Bei Grodeck auf den Höhen, da stand nach blut´ger Schlacht
bei stillem Abendwehen ein Schütze auf der Wacht.

Die Wolken ziehen nach Osten, die Dörfer stehen in Brand
und sie leuchten durch die Fluren weit hin ins Feindesland.

Er ging wohl auf und nieder, sah an die Totenschar,
die gestern um die Stunde noch frisch und rüstig war.

Da drunten bei der Eiche, da liegt ein Jägermann,
in tiefster Todeswunde, im Busch der arme Mann.

Gib mir Wasser guter Kamerad, denn die Kugel traf mich gut,
hier an diesem Waldesrande da floß zuerst mein Blut.

Grüße mir mein Weib und Kinder daheim beim stillen Herd,
denn sie harren ihres Vaters, der ja niemals wiederkehrt.

Grab mich ein beim Eichenbaumschatten, grab mich ein beim Morgenrot,
er sprach und schloß die Augen: der Jäger, der war tot.

Und am nächsten frühen Morgen grub ihm der Schütz ein Grab
und gab ihm Wiesenblumen und Zweige mit ins Grab.

Er machte ihm noch ein Kreuzlein und schrieb die Worte drauf:
Hier ruht ein 8-Jäger bis ihn der Herr weckt auf.

Während der blutigen Gefechte vom 8. bis 11. September 1914 bei Grodek (nahe Lemberg) entstand dieses Lied, das von den Siebenern im Feld oft gesungen wurde (Dichter unbekannt).

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 15. März 2007 )
 
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“Es ist die Länge der Gesänge, zu lang für meines Ohres Länge.”
Wilhelm Busch (15.4.1832-9.1.1908)
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