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Wer ihn gekannt hat, weiß, was wir verloren haben... PDF Drucken E-Mail

   
Im Gedenken an unseren Ehrenobmann Nikolaus Astner sen.

Dieses Zitat des Theologen Dietrich Bonhoeffer drückt prägnant das aus, was angesichts des Todes von Ehrenobmann Nikolaus Astner sen. geschrieben werden kann.

Wir, die Musikerinnen und Musiker der Trachtenkapelle „Wulfenia“ Tröpolach und der Musikbezirk Hermagor, mussten Abschied nehmen vom Ehrenobmann Nikolaus Astner sen. vlg. Keili. 


Unser Ehrenobmann trat 1954 im Alter von 18 Jahren, nach der damals üblichen Schnellausbildung über den Winter, in die noch junge Trachtenkapelle Wulfenia, Gründungsjahr 1948, ein. Bald danach übernahm er auch schon die Stimmführung auf dem Tenorregister und die ersten Funktionen im Vorstand der TKW. 1964 wurde er als Obmann gewählt und führte diese Funktion 24 Jahre mit außerordentlichem Einfühlungsvermögen aber auch Durchsetzungskraft aus. Gleich im ersten Jahr seiner Obmannschaft wurden neue Instrumente angekauft und damit auf die „tiefe“ Stimmung umgestellt. Dazu wurde von Obmann Klaus Astner und Josef Stattmann ein Kredit aufgenommen, die anderen Mitglieder des Vorstandes übernahmen die Bürgschaft.  Eine weitere große Errungenschaft in seiner Obmanntätigkeit war der Bau des Musikpavillons, der noch heute zu den schönsten Veranstaltungsstätten des Gailtales zählt. Für den dafür notwendigen Kredit hafteten wiederum die Vorstandsmitglieder mit ihrem Privatvermögen. Trotz seiner Mehrfachbelastung durch Familie, Beruf, Landwirtschaft und Politik (18 Jahre Gemeinde- bzw. Stadtrat der Stadtgemeinde Hermagor) hat er es verstanden, den Verein auch im „Alltagsleben“ mit großem Einsatz und Verantwortungsfreude zu führen. Sein Leitspruch lautete: „Selbst musizieren, die Gemeinschaft erleben und die Mitmenschen mit Musik erfreuen.“ Gemeinsam mit unserem Ehrenkapellmeister Jakob Allmayer ist es Klaus gelungen, die Wulfenia zu einem musikalischen Leitverein im Bezirk und darüber hinaus zu machen.  Es ist ihm auch gelungen, die Begeisterung für „seine“ Wulfenia auch an seine Söhne und Enkel weiterzugeben.

Nachdem er die Funktion des Obmannes wohlvorbereitet in jüngere Hände legte musizierte Klaus trotz schwerer Krankheit noch bis zu seinem 71. Lebensjahr in der TKW. Im Jahre 2007 wurde Klaus mit Beschluss der Vollversammlung zum Ehrenobmann der TKW ernannt, war bis zu seinem Ableben ein treuer Fan seiner Musik und unterstützte sie mit Transponierarbeiten auf seinem PC.

Ehrenobmann Nikolaus Astner sen. wurde am 15.5.2017 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und hoher Vertreter des gesellschaftlichen Lebens nach dem Trauergottesdienst von der Pfarrkirche aus auf dem Waldfriedhof Tröpolach zu Grabe getragen. Leopold Salcher verstand es, in seinem Nachruf für die Ortschaft selbst, für alle Vereine der Ortschaft und der ÖVP, mit äußerst passenden und einfühlsamen Worten das Lebenswerk des Verstorbenen zu würdigen. Das große Talent des Verstorbenen, für Zusammenhalt und Gemeinschaft zu motivieren, wirkte auch über seinen Tod hinaus. MusikerInnen aus insgesamt 8 Musikkapellen aus dem Bezirk Hermagor unterstützten die TKW beim musikalischen Abschiednehmen von ihrem Ehrenobmann.

Auch wenn am Abend des 15.5.2017 beim Winkler von seinen Freunden in seinem Sinne einige Lieder angestimmt wurden, so manches Tröpolacher Lied wird nun wohl nicht mehr erklingen.  Wer ihn gekannt hat, weiß, was wir verloren haben….

Letzte Aktualisierung ( Montag, 29. Mai 2017 )
 
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Frédéric Chopin (22.02.1810-17.10.1849)
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