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Gut Schuss! 04 PDF Drucken E-Mail
Nachdem wir durch die Kontakte über unseren Flügelhornisten Karl Jenul, auch Musiker der Kirchhellener Blasmusik, bereits 1999, 2005 und 2011 zum großen Schützenfest in Kirchhellen bei Essen/D zur musikalischen Umrahmung eingeladen waren, folgte dieses Jahr die Herausforderung: Schützenfest-Kirchhellen 04.

Gut vorbereitet, sowohl musikalisch als auch konditionell, fuhren wir am Freitag, den 1.9.2017 gegen 22.00 Uhr, vom Probelokal die 1000 km in Richtung Kirchhellen. Mit einem 55-Sitzer- Bus von Gitschtal Reisen und unserem 1. Chauffeur Hermann verging die Anreise mit Kameradschaftspflege, Kartenspielen, usw. sehr schnell. Bei der Raststätte Vaterstätten bei München folgte der Fahrerwechsel. Mit unserem 2. Chauffeur Hans Otto  trafen wir gegen 10.30 Uhr in Kirchhellen ein und wurden von den MusikerInnen der Kirchhellener Blasmusik bei ihrem Probelokal (Bläsertreff) freundschaftlich mit einem kleinen Umtrunk empfangen. Es war ein schönes Erlebnis, die alten Freunde wieder zu treffen. 

 

Um 12.30 Uhr ging es dann zum Mittagessen in die "Gemüsescheune" von König Johannes II. Miermann. Dort erfolgte die offizielle Begrüßung der  in Kirchhellen schon so gut bekannten und beliebten Gastkapelle. Der Präsident der Schützengesellschaft Werner Dierichs, natürlich König Johannes mit Gattin, der Vorsitzende der Kirchhellener Blasmusik Heinz Dohmen, der Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder (er war bei unserer letzten  Mitwirkung beim Schützenfest 2011 Schützenkönig) hießen uns herzlich willkommen und Werner Dierichs überreichte unserem Obmann eine DVD und ein Fotobuch vom Schützenfest 2011.    

Unser Obmann Klaus Astner dankte in seiner Begrüßung allen, die an dem Engagement der TKW mitgewirkt haben. Als Gastgeschenk wurde ein originaler Obstbrand vom Keili an König Johannes, Präsident Werner Dierichs, Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder und an den Vorsitzenden Heinz Dohmen übergeben.

Für unsere Stadtgemeinde Hermagor begrüßte Vizebürgermeister DI Leopold Astner ebenfalls die Persönlichkeiten und übergab als Gastgeschenk an den Bezirksbürgermeister die neue Hermagor Chronik.

Nach der Gulaschsuppe in der "Gemüsescheune" ging es zum Umziehen und einer kleinen Ruhepause in unser schon bekanntes Hotel Jandewerth-Bayer.

Um 17.00 Uhr war aber bereits wieder Probe mit der Kirchhellener Blasmusik im Festzelt angesagt, um 17.45 Uhr Antreten der Schützen mit Musikkapellen am Festzelt. Dann ging es erst einmal zum Ehrenmal zur Feierstunde. Wir führten gemeinsam mit der Kirchhellener Blasmusik den großen deutschen Zapfenstreich auf. Dabei spielte nicht nur unser Karli, sondern auch Markus und Nicki als Solotrompeter mit. Bei den vielen Kontakten mit den Kirchhellenern in den folgenden Tagen wurde besonders unsere musikalische Mitwirkung bei dieser würdigen Feierstunde gelobt.
   

Nach dem Rückmarsch um 19 Uhr folgte die Eröffnung des Festes und ab 20 Uhr startete der große Eröffnungsball mit der Partyband Hi Five und der Trachtenkapelle Wulfenia. 
   

Wir konnten  in dem 4000 Mann-Zelt mit der Lautstärke der Tanzmusik verständlicherweise nicht mithalten. Die Stimmung im Zelt war aber trotzdem auch bei unseren Beiträgen ausgelassen. Die Gesangseinlagen von Andi und Annamaria, Stücke mit Lukas und seiner Harmonika, aber auch rockige Nummern wie der Isi Disi Hit „Highway to Hell“ und „ I kenn die von mein Handy“ (gesungen von unserem Kapellmeister und Annamaria) begeisterten das offensichtlich motivierte Publikum. Natürlich schlägt sich ein solch tolles Publikum auch auf die Stimmung der MusikerInnen nieder, sodass wir gegen 00.15 Uhr eigentlich nur schwer aufhörten. Es war im Anschluss aber noch Kameradschaftspflege mit unseren Kirchhellnern MusikkameradInnen angesagt.

Vorbildhaft ging aber jede/r MusikerIn rechtzeitig ins Bett, sodass am Sonntag keinerlei Leistungsschwächen erkennbar waren. Um 10.00 Uhr beim Hochamt in der St. Johannes Kirche war auch eine Fahnenabordnung der TKW vertreten. Dabei zeigten die Kirchhellener, dass sie nicht nur im Festzelt feiern können. Es wurde bei diesem Hochamt aber auch besonders dem Schützen gedacht, der in der Nacht bei der Fahrt nach Hause mit dem Fahrrad tödlich verunglückt war. Auch wir hatten vorher mit Friedl fröhliche Stunden verlebt. Er hat sich als Vater von zwei Kirchhellenern Musikerinnen bereit erklärt, über das Schützenfest als „Hausmeister“ im Bläsertreff zu fungieren. Auch unsere tiefste Anteilnahme gilt seiner Familie.

Beim Einmarsch der Fahnen (ca. 20 Fahnen) in das Festzelt um 11.00 Uhr, spielte die TKW bereits zum Frühschoppen auf. In der Folge gaben wir gemeinsam mit der Kirchhellener Blasmusik bis ca 13.30 Uhr einen tollen Frühschoppen. Die Zuhörer und -seher waren begeistert. 


Nach dem Mittagessen im Festzelt und einer Kaffeepause im Bläsertreff hieß es um 15.15 Uhr wieder Antreten zum großen Festzug mit vier Schützenkompanien, vier Blasmusikkapellen und vier Spielmannszügen. Nachdem wir, wie angeführt, gut vorbereitet zu dieser Konzertreise aufgebrochen waren, konnten wir auf den mehr als 6 km den jubelnden Zusehern (mit dem bekannten Ruf: "Und das Volk: Jubelt!") erstklassige österreichische Marschmusik in Abwechslung mit einem deutschen Spielmannszug präsentieren.

Unser Bassist Jürgen agierte innerhalb der Kapelle als nicht müde werdender  Stimmungsmacher. Auf der Paradewiese spielte die Kirchhellener Blasmusik den zweimaligen Vorbeimarsch der 1. und 2. Kompanie und wir den Vorbeimarsch der 3. und 4. Kompanie an der Ehrentribüne. Aber auch schon beim Warten bzw. Antreten zum Vorbeimarsch begeisterten unsere Trompeter mit Soloeinlagen des Beatles Hits „Hey Jude“ bei dem tausende Schützen lautstark den Refrain mitsangen.

 

Nach der Rückkehr ins Festzelt um ca. 18.30 Uhr gab es im Bläsertreff, der wieder einmal für die Zeit des Schützenfestes unser zweites Zuhause war, Kaffee und Kuchen und es gab auch ein gutes Abendessen im Bläsertreff. Wir möchten uns an dieser Stelle vor allem bei den Frauen der Kirchhellener Musiker für diese einmalige Bewirtung bedanken.   

Am Abend spielte die Kirchhellener Musik im Festzelt und wir konnten "endlich" ein wenig Schützenfest feiern bzw. Kameradschaftspflege im Bläsertreff betreiben. Tolle Stimmung im und vor dem Bläsertreff sowie im Festzelt, ... - es wurde uns nach dem anstrengenden Tag auch in der Nacht alles abverlangt. Da muss man dabei gewesen sein, um zu verstehen, welche Stimmung vor einem Damenklo mit einer eigenen Kloband entstehen kann. Aber auch im Festzelt konnten wir bei den Stücken der Kirchhellener Blasmusik fast das ganze Zelt mitreißen.    



Am Montag war aber etwas Erholung geplant. Nach einem sehr guten Frühstück im Hotel fuhren wir um 10.00 Uhr zum Moviepark nach Bottrop. Leider hatte der Park diesen Tag geschlossen.  Durch den Betriebsleiter des Themenparks, Herrn Werner Novotny, erhielten wir jedoch eine sehr informative Führung hinter die Kulissen. 

Inzwischen hatte auf der Festwiese das Vogelschießen begonnen. Ab ca 11.30 Uhr waren wir life dabei. Der neue Schützenkönig in Kirchhellen heißt Burkhard Kosse. Mit dem 462. Schuss holte er den Rest des stolzen Schützenvogels von der Stange. Unter donnerndem Applaus ließen die Kirchhellener Schützen mit den Tröpolacher MusikerInnen ihren König hochleben. Bis zum nächsten Schützenfest in drei Jahren wird Burkhard Kosse nun der Regent der Allgemeinen Bürger-Schützengesellschaft Kirchhellen 1585 sein. Die neue Schützenkönigin heißt Sara Schlegel.

Das große Festzelt auf dem Josef-Terwellen-Platz schien schon am Wochenende aus allen Nähten zu platzen. Beim Beginn des Vogelschießens am Montag waren rund 5000 Schützen und begeisterte Kirchhellener im und vor dem Festzelt neben dem Brauhaus versammelt.

Um 16.00 Uhr folgte mit uns wieder der große Festzug. Diesmal mit dem neuen König. Bei diesem Festzug waren noch mehr Zuseher entlang der Straßen durch Kirchhellen. Leider wurden wir bei diesem Festzug nicht von einem Spielmannszug unterstützt und mussten/konnten so doch einige Märsche mehr für die jubelnden Zuseher spielen. Dadurch konnten wir aber auch unsere Spielzeiten besser timen und so insbesondere bei den größten Menschenansammlungen unter anderem mit dem Mussinan Marsch (im Trio langsamen Schritt) begeistern.   


   
Um ca. 18.45 Uhr war aber auch dieser Festzug zu Ende. Größtenteils hatten wird unser Gepäck schon am Morgen in den Bus verladen und wir konnten mit unseren Freunden der Kirchhellener Blasmusik noch einige Zeit verbringen. Um 19.30 Uhr gab es die offizielle Verabschiedung im Bläsertreff. Auch der Oberbürgermeister von Bottrop, Bernd Tischler, ließ es sich nicht nehmen, bei dieser Verabschiedung dabei zu sein. Der Kirchhellener Blasmusik übergaben wir als kleines Dankeschön einen Laib EU-geschützten Almkäse von der Rudnigalm. Durch das große Gedränge am Thron im Festzelt mussten wir unsere Gratulation an das neue Königspaar mit Musik von Klaus&Band, sowie dem Lied "Im Gebirg", in dem den Kirchhellener Schützen die Textstelle "..mit keinem König möcht ich tauschen..." ganz besonders gefällt, auf 21.30 Uhr verschieben. Dadurch  konnte der zugegebenermaßen viel zu früh angesetzte Abreisetermin um 21.00 Uhr nicht eingehalten werden. Wieder herrschte sowohl im Bläsertreff, als auch im Zelt super Stimmung. Gegen 22.30 Uhr waren aber alle MusikerInnen im Bus.

Mit sehr vielen persönlichen Gesprächen konnten wir auch sehr viel Werbung für unsere Urlaubsregion machen. Aber auch die aufgelegten Prospekte bei unseren Konzerten wurden von vielen Interessierten mit nach Hause genommen. Die Schützengesellschaft möchte jedenfalls im nächsten Jahr bei einem Gegenbesuch in Tröpolach unsere Freundschaft vertiefen.

Müde, aber in der Gewissheit, Großes geleistet zu haben, trafen wir alle wohlbehalten am Dienstag gegen 11.30 Uhr wieder in Tröpolach ein. Ein herzliches Vergelt´s Gott allen MusikerInnen für ihren riesigen Einsatz, ihre Kameradschaft und ihre Verlässlichkeit bei den Zeitvorgaben, sowie allen unseren Kirchhellener Freunden. 


  

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 10. Oktober 2017 )
 
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“Die Kunst hat kein Vaterland. Alles Schöne sei uns wert, welcher Himmelsstrich es auch erzeugt haben mag.”
Carl Maria von Weber (18.11.1786-05.06.1826)
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